Weihnachtsdekoration – woher kommt das?

Weihnachtsdekoration mit Tannenbaum

Weihnachtsdekoration mit Tannenbaum

Auch die Weihnachtsdeko besitzt einen weit zurückliegenden Ursprung, der zum einen mit dem Baum als Symbol des Lebens zu tun hat, was durch den auch im Winter grünen Tannenbaum dargestellt wird, und zum anderen mit den biblischen Ur-Eltern der Menschheit, mit Adam und Eva.

So steht die Christbaumkugel für den Apfel am Baum der Erkenntnis. Im späten Mittelalter wurden in den katholischen Kirchen Europas zu Weihnachten sogenannte Paradies-Spiele aufgeführt. Darin wurde die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies nachgestellt, wozu natürlich ein Baum gehört, der mit Früchten behangen ist, die heutige Christbaumkugel.

Dezember, der jetzige Heilig-Abend, noch der Gedenktag an Adam und Eva. Erst sehr viel später änderten die Bischöfe den Gedenktag um und legten die Geburt von Jesus darauf. Doch zu dieser Zeit hatte der Weihnachtsbaum und mit ihm die Weihnachtsdekoration längst ihren festen Platz in den Häusern und Wohnungen der Menschen.

Schon aus dem 16. Jahrhundert ist schriftlich überliefert, das mit Weihnachtsdeko geschmückte Weihnachtsbäume nicht nur in den Kirchen, sondern ebenso in den Amtsstuben und den Häusern der Bevölkerung aufgestellt wurden. Das heute eigentlich gültige Symbol für den Heiligen Abend und damit für Weihnachten ist die Weihnachtskrippe. Auch sie ist inzwischen eine sehr beliebte Weihnachtsdekoration.

Christbaumkugel – vom Apfel zur Weihnachtsdeko

Früher wurde die Weihnachtsdekoration von den Menschen selbst hergestellt. In den Familien war dies eine Aufgabe für die Kinder und die Mütter, die in der kalten Jahreszeit ab November aus verschiedenen Materialien die Weihnachtsdeko für die Adventszeit, den Nikolaustag und natürlich die Weihnachtsfeiertage bastelten. Selbst die Kerzen, die in einer wirklich festlichen Weihnachtsdekoration nicht fehlen dürfen, wurden selbst gezogen oder gegossen. So etwa die vier Kerzen für den Adventskranz, von denen die erste Kerze am ersten Advent, dem ersten der letzten vier Sonntage vor Heiligabend, entzündet wird.

Rote Weihnachtskugele am Weihnachtsbaum

Rote Weihnachtskugele am Weihnachtsbaum

Genauso gehört aber auch der Tag des Nikolaus, der sechste Dezember, zu Weihnachten und damit wird auch für diesen Tag eine entsprechende Weihnachtsdekoration benötigt. Nach altem Brauch sind es Socken oder Stiefel, die an diesem Tag von den Kindern aufgestellt oder aufgehängt werden, um in der Nacht vom „Nikolaus“ mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken befüllt zu werden.

Die Christbaumkugel selbst besitzt aber innerhalb der Weihnachtsdeko eine besondere Bedeutung, denn sie ist der Apfel, die Frucht, von der Adam und Eva. Ihrer markanten Stellung wegen wurden früher Äpfel, aber auch Nüsse oder andere Obstsorten mit Gold- oder Silberfarbe bestrichen und als Weihnachtsdekoration genutzt.

Daraus hat sich das moderne Bild der Christbaumkugel entwickelt, die schon recht früh in Glasbläsereien hergestellt und anschließend kunstvoll verziert wurde. Allerdings ist eine Christbaumkugel aus Glas eine sehr empfindliche und nicht unbedingt preiswerte Form der Weihnachtsdeko. Damit stellt die gläserne Christbaumkugel vor allem in Familien mit kleinen Kindern eine eher ungeeignete Weihnachtsdekoration dar. Denn ein schön geschmückter Weihnachtsbaum besitzt für Kinder eine geradezu magische Anziehungskraft.

Heute sind es weitgehend stabile Kunststoffe, aus denen eine Christbaumkugel gefertigt wird. Eine solche Christbaumkugel übersteht es locker, wenn sie einmal herabfallen sollte. Sie stellt zudem keine Gefahr für Kleinkinder dar. Zugleich ermöglichen die Kunststoffe eine größere Vielfalt bei der Verzierung zur echten Weihnachtsdeko.

Die Vielfalt der Weihnachtsdeko

Handgemachte Weihnachtsdeko fürs Fenster

Handgemachte Weihnachtsdeko fürs Fenster

Sicher ist die Christbaumkugel ein zentrales Element innerhalb der Weihnachtsdekoration, doch ein wirklich festliches Gesamtbild ergibt sich aus einer Vielzahl von Teilen, die sich zu einer Komposition zusammenschließen. Das kann eine nur dezent wirkende Weihnachtsdeko sein oder ein wirklich festliches Gepränge, wie es zum Beispiel in den USA üblich ist und auch in Europa vermehrt Anhänger findet.

So genügen manchen Menschen schon ein oder zwei leicht geschmückter Tannenzweige in einer dekorativen Vase. Daran kann ein Stern als Symbol für das Licht von Bethlehem befestigt sein oder auch eine einzelne Christbaumkugel. Ebenso beliebt als schlichtes Zeichen für die Verbundenheit mit Weihnachten ist eine schöne Kerze, um die Tannenzweige gruppiert sind. Doch Weihnachten ist das Fest der Liebe sowie der Freude und dieser Freude möchten viele Menschen durch eine entsprechende Weihnachtsdekoration Ausdruck geben. Dazu gehören fraglos Lichterketten, die gerade in der dunklen, kalten Jahreszeit Wärme und Vertrauen vermitteln. Gerade in der Außendekoration sind Lichterketten als Teil der Weihnachtsdeko nicht mehr wegzudenken.

Der Weihnachtsbaum und seine Weihnachtsdeko

Das inzwischen auch am Weihnachtsbaum im Wohnzimmer Lichterketten mit LEDs brennen und nur noch selten echte Kerzen, ist einerseits der Bequemlichkeit, andrerseits der Sicherheit geschuldet. Es besteht sogar der Trend dahin, den echten Baum in Form einer Tanne gegen künstliche Weihnachtsbäume zu tauschen. Es gibt sogar bereits fertig geschmückte Weihnachtsbäume, die mit der entsprechenden Weihnachtsdeko, inklusive Christbaumkugel, behangen sind.

Doch gehört es nicht auch zum Brauch eines schönen Weihnachten, den Baum selbst zu schmücken und so der Weihnachtsdekoration den letzten Schliff zu geben? Die erste Christbaumkugel aufzuhängen, das Schmücken mit Girlanden, Sternen, kleinen Engeln und zu guter Letzt der Weihnachtsstern auf der Spitze des Baumes, der im Funkeln der Lichterkette seine Botschaft ausstrahlt, die hoffentlich gehört werden wird, das es Frieden auf Erden sei.